Tokio
Die Geschichte der Stadt beginnt im 12. Jahrhundert als es ein kleines Fischerdorf namens Edo am Rand einer sumpfigen Bucht war. Erst 1457 war die Errichtung einer Burg der eigentliche Grundstein der Stadt. Den entscheidenden Aufstieg erlebte Edo ab 1603, als der Shogun Tokugawa Ieyasu die Stadt zu seiner Residenz und damit zum politischen Zentrum Japans machte. Während der Kaiser formell in Kyoto residierte, lag die reale Macht in Edo. Innerhalb von wenigen Jahrzehnten wuchs die Stadt zur größten der Welt heran und im 18. Jahrhundert lebten dort bereits über eine Million Menschen.
1868 markierte eine Zeitenwende: Kaiser Meiji verlegte seine Residenz nach Edo, die Stadt wurde in Tokyo umbenannt und zur offiziellen Hauptstadt des modernen Japan erklärt. Es folgte eine rasante Modernisierung: Eisenbahnen, westliche Architektur und Industrialisierung verwandelten die feudale Shogunsstadt in eine moderne Metropole.
Zwei katastrophale Ereignisse prägten das 20. Jahrhundert: Das Große Kantō-Erdbeben von 1923 zerstörte weite Teile der Stadt und forderte über 100.000 Todesopfer und kaum war Tokyo wiederaufgebaut, folgten die alliierten Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg, die 1945 erneut große Teile der Stadt in Schutt und Asche legten. Was folgte, war eines der bemerkenswertesten Wiederaufbauprojekte der Geschichte und innerhalb weniger Jahrzehnte verwandelte sich das zerstörte Tokyo in eine pulsierende Weltmetropole und ist heute gleichzeitig Weltfinanzplatz, Modezentrum, Popkultur-Epizentrum und Feinschmecker-Hauptstadt mit mehr Michelin-Sternen als jede andere Stadt der Welt.
In einer Stadt dieser Grösse und mit dieser Tradition und Geschichte gibt es entsprechend viel zu sehen und erkunden und shoppen kann man eh ohne Ende (wir haben uns dann wie so viele auch noch extra einen Koffer dafür gekauft..). Unsere Tour kann also auch nur einen Bruchteil dessen wiedergeben was dort möglich ist.
Zum Start bietet sich ein Bummel durch das bunte, lustige Harajuku-Viertel an, der einem dann zum beeindruckenden Torii-Tor, dem Eingang zu dem parkähnlichen Weg zum Meiji Jingu-Schrein. Nach einer Soba im Sahsya Kanetanaka ging es über den Omotesando-Einkaufsboulevard in Richtung der berühmten Shibuya Kreuzung und von dort zu unvergesslichen Sonnenuntergang hoch auf das Shibuya Sky. Unbedingt Tickets reservieren!
Ein Besuch im Asakusa-Viertel lohnt sich schon allein wegen des Senso-ji-Tempel, dem ältesten Tempel Tokios, der bis ins 7. Jahrhundert zurückreicht und wo Buddhismus und Shintoismus an einem Ort aufeinandertreffen. In den lebendigen Nebenstraßen sind viele Bars, Restaurants und Theater zu finden. Um in die japanischen Popkultur und Elektronik einzutauchen gehts weiter zur Akihabara Electric Town. Unbedingt sich trauen und in die Anime-Shops, Retro-Spielhallen und Spezialgeschäfte dort reingehen – es eröffnet sich eine ganz neue Welt.
Wer es nicht so Trashing mag, sondern eher in Luxusboutiquen unterwegs ist, sollte nach Ginza. Von dort aus kann man zudem die stillen Gärten des Kaiserpalastes mit einem Spaziergang erkunden.
Aufregende Erlebnisse hatten wir zudem auf dem Toyosu Fischmarkt, im Teamlab Planets, einem Samurai Workshop und einem Sushi Kurs bei Yushima. Um Karaoke und Speakeasy Bars zu erkunden, bieten sich Golden Gai und Ebisu an.
Übernachtet haben wir Ayoma Grand, das wirklich alles hatte, was wir uns vorgestellt hatten: Ein zentrale Lage, sehr geschmackvolle Zimmer und ein tolles Frühstück mit Ausblick über Tokio.
Um uns in Tokio zu bewegen haben wir hauptsächlich Taxen benutzt, die sehr sauber und günstig sind und da es kaum Stau gab, auch sehr schnelle Fortbewegungsmittel. Genauso so sauber, sicher und schnell ist die UBahn. Nur Vorsicht: Nicht überall kommt man mit Englisch weiter, lieber vorher schon eine gute Übersetzungs-App auf dem Handy einrichten.
Meist überragend gut gegessen haben wir in diesen Lokalen:
Shabushabu Hassan