Phnom Penh

Phnom Penh ist etwas anders als andere südostasiatische Hauptstädte, und die meisten bleiben hier nur kurz bevor es nach Siem Reap und zu anderen Destinationen geht. Dabei ist die Stadt mit ihrer Geschichte und ihren Kontrasten definitiv einen mehrtägigen Aufenthalt wert, um zwischen goldenen Tempeln die vielen kolonialen Fassaden und modernen Rooftop-Bars zu entdecken.

Sehenswürdigkeiten

Der Royal Palace ist das Herz der Stadt und beeindruckt mit seinen goldenen Dächern, gepflegten Gärten und Tempeln. Besonders sehenswert ist die Silver Pagoda, deren Boden mit tausenden silbernen Fliesen ausgelegt ist.

Auf dem Tempelhügel Wat Phnom begann im 14. Jahrhundert die Geschichte Phnom Penhs, und er ist bis heute ein spiritueller Rückzugsort mitten im Trubel.

Das ehemalige Gefängnis Tuol Sleng und die Killing Fields spiegeln das dunkle Kapitel in der Zeit der Roten Khmer wieder. Wer mit Kindern die Stadt besucht, sollte dies möglicherweise für einen späteren Zeitpunkt oder einen kinderfreien Besuch aufheben.

Lohnenswert sind ein Spaziergang am Tonlé-Sap-Fluss, an dem sich das tägliche Leben abspielt mit viel Streetfood und gemütlichen kleinen Cafés sowie der Besuch des Central Markets (Phsar Thmei). Der Markt ist schon von außen ein Highlight: ein riesiger Art-déco-Bau mit leuchtend gelber Kuppel, der ein Labyrinth aus Ständen beherbergt und wo man wirklich alles findet – von Schmuck über Kleidung bis hin zu Streetfood und Souvenirs.

Hotel

Absolut fantastisch ist das Raffles Hotel Le Royal, das 1929 eröffnet wurde und zu einer Zeitreise einlädt. Wer klassische, gediegene Hotels liebt, der wird den Mix aus französischem Kolonialstil, Khmer-Elementen und Art déco zu schätzen wissen – und das Hotel kaum verlassen wollen. Diverse Schriftsteller, Diplomaten und Filmstars waren hier bereits zu Gast und man bekommt einen Eindruck davon, wie sich Reisen vor Massentourismus angefühlt haben muss.

Im Hotel selbst ist auch die Elephant Bar, die wohl ikonischste Bar der Stadt. Dunkles Holz, Leder-Sessel, hohe Fenster und historische Fotografien schaffen einen unverwechselbaren kolonialen Club-Charme. Die Bar ist insbesondere für Gin-Liebhaber etwas, denn sie wartet mit über 200 verschiedene Gins auf, unter anderem auch Eigenkreationen wie dem Elephant Bar Gin.