Mumbai

Der Wow-Effekt war groß, als wir von Delhi nach Mumbai kamen. Alles war plötzlich viel größer und höher und moderner – und weniger grün, als der Part, den wir in Delhi kennengelernt hatten. Es wird so schnell klar, dass Mumbai die Finanz- und Handelshauptstadt Indiens ist, während Delhi alt und modern vereint und mehr das politische und kulturelle Zentrum ist.

Der Verkehr in Mumbai ist geregelter, doch die öffentlichen Verkehrsmittel sind leider nicht auf dem Stand von Delhi. Dafür ist eher möglich einige Viertel auch zu Fuß zu durchstreifen. Fahrradfahren würde ich jedoch auch dort nicht empfehlen… Auch wie in anderen Städten ist es ratsam, siche einen Tourguide zu leisten, da die meisten Sehenswürdigkeiten nicht gut ausgeschildert und beschrieben sind und auch nur mit dem Auto erreichbar.

Eine Sehenswürdigkeit an sich war schon unser Hotel, das Taj Mahal Palace. Das 1903 fertiggestellte Hotel liegt strategisch günstig im Herzen von Mumbais wichtigstem Handels- und Kulturzentrum Colaba  und bietet eine unschlagbare Aussicht auf das Wahrzeichen von Mumbai, das Gateway of India und das Arabische Meer, beide nur wenige Meter vom Hotel entfernt. Ein sehr schönes Spa, ein großer Outdoor Pool, zahlreiche Geschäfte und zehn Restaurants und Cafes verlocken zum Verweilen, doch dennoch will Mumbai erkundet werden.

Ich hatte zum Glück eine sehr versierte Stadtführerin, die mir Mumbai in all seinen Facetten zeigte: alte viktorianische Gebäude wie den berühmten Bahnhof, eindrucksvolle Parks wie die hängenden Gärten, den Crawford Market mit all seinen kulinarischen Angeboten, den Iskcon Chowpatty Tempel, in dem die Menschen gerade fröhlich tanzten und feierten, Dhobi Ghat, eine riesige Freiluftwäscherei und Mani Bhawan, das alte Wohnhaus Mahatma Gandhis, in dem er von 1917-1934 lebte. So bekam ich in ein paar Stunden einen ganz guten Überblick über das kulturelle Leben dieser grössten Stadt Indiens.

Mumbai ist zudem auch die Heimat Bollywoods und es gibt Touren in die entsprechenden Studios. Ausserdem bieten verschiedene Tourveranstalter Führungen durch Dharavi an, den grössten Slum Asiens, in dem jährlich rund 700 Millionen Euro mit Handel, Handwerk und Dienstleistungen umgesetzt werden. Mit dem Gewinn der Führungen werden eine Schule, ein Kindergarten und ein Gemeinschaftszentrum betrieben.

In einer Hafenstadt bietet sich es natürlich an, Fisch zu essen und das Restaurant Trishna lässt da wirklich keine Wünsche offen. Es ist klein und sehr authentisch und unfassbar gut. Drumherum finden sich auch sehr viele schicke Boutiquen indischer Designer, die ich auch empfehlen kann, wenn man Bekleidung in dieser Richtung sucht.